Der Herbst

 

 

Samtweiche Luft im Sonnenschein nach nebelgrauem Morgen

Spinnwebeperlen aufgereiht vereiteln alle Sorgen

und Glitzertau die Blätter deckt wie feine Edelsteine,

die Vögel zwitschern in den Tag und sind nicht lang alleine.

Auf Leitungen das Zwitschervolk zum frohen Flug sich schart,

auf Dächern und im Blätterwerk und das wirkt ganz apart!

Spazieren gehen in den Tag mit Hund auf großer Tour

in goldorange, braun und rot und auch noch grün die Flur.

Hund schnuppert hier und stöbert da und fühlt sich sichtlich gut

die Pilze schauen durch das Laub mit hell leuchtendem Hut

und Schnecken knabbern lebensfroh saftige Herbstsubstanz

derweil Libellen Bach und Teich umfliegen wie im Tanz.

Sie sorgen für Nachkommenschaft und sind da nicht allein

denn Mücken, Schnaken, Flatterzeugs nutzen den Sonnenschein.

Der Hund will in ein Mauseloch, die Maus ist längst hinfort,

Rebhühner scheuchen durch den Mais an einen andern Ort.

Strohballen auf dem Felde hier - gerollt und goldgestählt

wenn Kinder Drachen steigen lassen, bunt und ungezählt.

Ein Heißluftdings faucht über uns in bunten Stoff gehüllt

es taumelt über buntem Wald, die Hülle prall gefüllt.

Die Blätter fallen leis hinab, ein fulminantes Sterben

Der Herbst erfüllt mit Leidenschaft und lässt uns Früchte erben.

Es ist die schönste Jahreszeit, wenn sie nicht kühl und nass,

so farbenfroh, so lebensvoll füllt sie so manches Fass.

Der Hund, er rennt voll Übermut durch stoppelige Felder

fängt einen Apfel, schleppt ihn fort und frisst ihn wohl auch selber.

Die Abendsonne, rotes Gold, färbt auch den Himmel ein.

So schön, mit Schäfchenwolken sanft, kann nur der Herbst wohl sein!

 

 

 

 

29.09.2010

 

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