MY HOME IS MY WELLFLEISCH

oder

wie komme ich zu einem Schloss so ganz für mich allein?

 

Die Geschichte meines Hauses beginnt 1997- als ich im September auf die Idee kam, an einer Versteigerung einer halben Haushälfte teilzunehmen - gut, ich war die einzige... was mich nicht gestört hat - da war nur noch einer und der wollte 2000 Mark dafür, dass er nicht mit bietet... ich war so doof, die ihm zu geben.

So bekam ich meine "halbe Haushälfte" für 3700 DM (und 2000 zusätzlich Bestechungsgeld) und eine Hypothek von 13500 DM, die mittlerweile auf 23 000 mit Anwaltskosten angewachsen war - aber das wusste ich da ja noch nicht, das stellte sich erst später heraus. Mit der Hauseigentümerin hatte ich eine Art Abkommen, ihre zweite Haushälfte für 35 000 DM dazu zu kaufen...

Nach der Versteigerung tat sich erst mal gar nichts. Immer wenn ich hin fuhr - war keiner da. Dann war der Anwaltstermin und wir machten das da mit der zweiten Haushälfte klar... 15 000 wollte sie gleich auf die Hand - eigentlich alles, aber da bremste mich meine Anwältin und sagte - erst nach Übergabe den Rest. Gut so - sie muss die Familie gekannt haben.

Im November hatte sich immer noch nichts getan. Da war aber mal ein jämmerlicher Sturm und ich hab mir Sorgen gemacht und bin mit meiner Nachbarin hin... und siehe da, das Haus war leer.

Es sah auch gar nicht mehr so aus wie zur Besichtigung vor der Versteigerung... sondern noch viel schlimmer... Die Frau war halt unbekannt verzogen.

Warum? Ganz klar - Das bemerkte ich, als ich weder Strom noch Wasser hatte... auf die Bitte, das doch wieder anzustellen kam nur die Ansage: "Bezahlen Sie erst mal ihre Schulden!"

Wieso Schulden - ich hab das Teil ersteigert - suchen Sie mal die Vorbesitzerin selber...

Gut, dass ich meine Nachbarin als Zeugin mit hatte und einen Fotoapparat - sonst hätte ich wohl den Zustand des Hauses kaum beweisen und die Kaufsumme nicht um 8 000 DM mindern können...

 

           

Das was da mitten aus der Hauswand guckt, scheint ein Antennenkabel zu sein...

 

 

Der wilde Wein war bis in den Vorbau gewachsen... der Kirschbaum sah aus, als wollte er jeden Moment auf das Haus stürzen...

 

 

Hinter dem Haus ahnte ich schon, was mich drin wohl erwarten würde...

 

 

 

Der Schuppen hatte etwas total einladendes:

 

 

Ja, wenn ich groß bin, lerne ich auch bauen und wenn die Mauersteine nicht mehr reichen,

dann nehme ich auch alte Tischplatten und Fenster und ganz ganz viel Bauschaum...

 

 

Da warten ja noch wahre Schätze auf mich!

Die Garage hatte aber auch was...

 

 

Die eine Wand war die Wand des Nachbarhauses, alles andere war Asbest - vorn war ein riesiges Blechtor davor...

und wieder wahre Schätze...

 

 

Ja und zwischen Garage und Schuppen türmte sich ein Dreckberg, der mit einem wild gewachsenen Nussbaum vereint schien - und sogar eine verrostete Hollywoodschaukel - nobel geht die Welt zugrunde!

 

 

Doch die Vorderansicht war die allerbeste! Es lebe die Natur!

 

Jetzt schauen wir doch mal, wie es innen aussieht, oder?

zum Teil 2

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